Über den SCS-Eingriff

Die Rückenmarkstimulations-Chirurgie erfolgt in der Regel in zwei separaten Schritten: eine vorübergehende Versuchsphase und eine permanente Implantation.

Der Eingriff für die Versuchsphase

SCS-System Für die Versuchstimulation ist in der Regel ein kurzer chirurgischer Eingriff erforderlich. Der Eingriff erfolgt häufig auf ambulanter Basis im Krankenhaus, in einer Schmerzklinik oder in einer chirurgischen Tagesklinik. Die Versuchsimplantation kann unter leichter Betäubung oder, in seltenen Fällen, unter Vollnarkose erfolgen. Häufig ist lediglich ein Lokalanästhetikum erforderlich, um den Bereich zu betäuben, in dem die Elektroden eingesetzt werden.

Während des Eingriffs werden eine oder mehrere Elektroden im Zwischenraum um das Rückenmark herum platziert. Die Elektroden werden in der Regel mithilfe einer Nadel eingesetzt. Die genaue Platzierung hängt von dem Ort ab, an dem der Schmerz auftritt. Wenn die Elektroden optimal platziert sind, werden sie an einen tragbaren, externen Impulsgenerator angeschlossen. Nachdem die Elektroden angeschlossen wurden, erzeugt das System schwache elektrische Impulse, die so programmiert werden, dass Sie den Schmerz durch eine angenehmere Empfindung ersetzen, die als Parästhesie bezeichnet wird.

Ihr Arzt legt die Länge der Versuchsphase fest. Sie kann sich über wenige Tage oder mehrere Wochen erstrecken. Eine längere Versuchsphase ermöglicht Ihnen, auszuprobieren, wie Sie über den Tag hinweg auf die Stimulation reagieren. Eine kurze Versuchsphase kann indiziert sein, wenn Sie sofort auf die Stimulation reagieren und eine erhebliche Linderung spüren.

Während der Versuchsphase

Wenn Sie nach Hause kommen, können Sie ausprobieren, wie die Stimulation Ihren Schmerz über den Tag hinweg und während verschiedener Aktivitäten lindert. Sie notieren sich in Ihrem Versuchsphasen-Tagebuch, welche Programme Sie verwenden und wie die Stimulation Ihren Schmerz dämpft. Einige Tage oder einen längeren Zeitraum nach dem Eingriff suchen Sie entweder Ihren Arzt auf, um eine Nachuntersuchung durchzuführen, oder Ihr Arzt erkundigt sich telefonisch bei Ihnen, wie der Versuch verläuft.

Wenn der Versuch erfolgreich verläuft und Sie sich mit Ihrem Arzt für die dauerhafte Nutzung eines SCS-Systems entscheiden, kann dies der Beginn einer spannenden neuen Lebensphase für Sie sein. Mit SCS können Sie sich wieder mehr mit den Dingen beschäftigen, die Sie wirklich interessieren. Und es kann Ihnen den Weg zu einem gesünderen, aktiveren und ausgefüllteren Leben ebnen.

Der Eingriff für die permanente Implantation

Wenn Sie während der Versuchsphase für die Rückenmarkstimulation (SCS) eine ausreichende Schmerzlinderung erfahren, vereinbart Ihr Arzt mit Ihnen einen Termin für die Implantation eines permanenten Systems. Obwohl SCS-Systeme als permanent bezeichnet werden, ist die Rückenmarkstimulation jedoch eine reversible Therapie. Wenn Sie die Behandlung zu einem gegebenen Zeitpunkt abbrechen möchten, können die implantierten Teile abgeschaltet oder entfernt werden.

Ähnlich wie bei der Versuchsphase ist für die permanente Implantation ein relativ kurzer chirurgische Eingriff erforderlich. Die Dauer des Eingriffs kann unterschiedlich sein, beträgt jedoch in der Regel nur ein bis zwei Stunden. Wie bei der Versuchsstimulation kann der Eingriff meist ambulant in einem Krankenhaus oder einer Tagesklinik erfolgen. Der Eingriff kann unter leichter Betäubung oder unter Vollnarkose erfolgen. Ihr Arzt wählt die Narkose, die sich für Sie am besten eignet.

Der Impulsgenerator wird in dem Bereich Ihres Körpers implantiert, den Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt festgelegt haben. Die Elektroden werden entlang des Rückenmarks platziert und an den Impulsgenerator angeschlossen. Danach wird Ihnen ein Verband angelegt.

Weitere Informationen

Nach der permanenten Implantation

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